Chronik
Auf Initiative der Kontaktstelle für Kleinkindfragen des Jugendsekretariats und weiteren interessierten Frauen wurde eine Interessengemeinschaft Kleinkindfragen gegründet. Diese Gruppe fand heraus, dass es viel zu wenig Räume in der Gemeinde gab und keinerlei Treffpunkte. So beschlossen sie ein "Mütterzentrum" zu gründen. Sie kontaktierten den Schweizerischen Dachverband der MüZe's, um die nötigen Unterlagen für einen Aufbau zu bekommen.
Die Kontaktstelle für Kleinkindfragen schrieb die Mitarbeit in diesem Projekt öffentlich aus. So entstand die Projektgruppe. Sie wurde in 3 Untergruppen aufgeteilt: Raumkonzept und Haussuche, Projektbeschrieb, Vereinsgründung/Statuten. Brigitte K. übernahm die Leitung. Etwas später gab es eine Infoveranstaltung mit dem Ziel, den Frauen im Dorf das Projekt vorzustellen und herauszufinden, wie viele Frauen auch bereit wären mit zu arbeiten. Fast ausnahmslos sagten die Anwesenden zu. Um das Bedürfnis noch besser abzustützen gingen ca. 150 Fragebogen in Haushaltungen mit Kleinkindern. Der Rücklauf war sehr gut.
Acht Vorstandsfrauen leiteten den Betrieb und hatten gleichzeitig ein Vorstandsmandat.
Mit einem Kafi, Kinderhüeti, Börse und Ludothek, Kurswesen und diversen kleinen Angeboten starteten wir. Beim Frühlings- und Herbstmarkt standen wir der Öffentlichkeit Red und Antwort. In gemeinsamen Samstagsaktionen mit unseren Männern gestalteten wir den MüZe Garten. Im 1. Jahr halfen alle Frauen gratis mit. Ende 1997 starteten wir mit Fr. 5.- pro Std. Den Stundenlohn konnten wir langsam steigern. Heute sind wir bei Fr. 10.-.
Brigitte K. leitete die 1. Mitgliederversammlung des MüZe im Altersheim Seewadel. Wir öffneten die Tore für die Bevölkerung, wir feierten mit den Familien der Mitarbeiterinnen, machten am Räbelichtliumzug mit noch vieles mehr. Zum Abschluss des Jahres bekochten die Vorstand-Frauen die Mitarbeiterinnen mit einem chinesischen Essen. Es kamen neue Angebote dazu: Gschichte-Egge, Basteln, MüZe-Zmorge, Erziehungsberatung.
Die meisten Anlässe etablierten sich und gaben und geben uns noch heute die Jahresstruktur.
Das Jahr galt abermals der Öffentlichkeitsarbeit und der Professionalisierung. Das MüZe vernetzte sich mit dem JS (Jugendsekretariat), mit der Erziehungsberaterin Saskia Kraft, Regio-Gruppe Kanton Zürich (MüZe) und dem Dachverband. Für diese wichtigen Aufgaben setzte sich Brigitte K. voller Herzblut ein. Ebenso setzte sie sich für die Gesuche um finanzielle Unterstützung ein. Das MüZe bekam Starthilfe von der Pro Juventute, Winterhilfe, der beiden Kirchen usw. Es gab bereits erste Wechsel im Vorstand und der Betriebsleitung. Das grosse Thema war: Wie können wir aus einem Doppel- Mandat Vorstand/Betriebsleitung eine optimale Aufgabentrennung herbeiführen. Der Grund war, dass es für die verantwortlichen Frauen langsam zu arbeitsaufwändig wurde. In diesem Jahr startete Brigitte K. den Lehrgang „Management in Non-Profit-Organisationen“. Das Gelernte floss eins zu eins ins MüZe ein und so konnte der Vorstand eine neue Betriebsstruktur ausarbeiten mit einem ehrenamtlichen Vorstand, bezahlter Betriebsleitung usw...
In diesem Jahr liess der Vorstand an der Mitgliederversammlung die neuen Strukturen und die Statuten ändern. Es gab ein Gespräch mit dem Sozialvorstand der Gemeinde Affoltern, dem Jugendsekretär und der Gemeinwesenarbeit-Frau, um sich an eine neue Finanzierung der MüZe-Angebote gemeinsam heranzutasten. Da die Gemeinde mit privaten Vereinen keine Leistungsaufträge vereinbart, riet der Sozialvorstand uns mit der JUKO (Jugendkommission) zusammen zu arbeiten. Das hiess die Zusammenarbeit diskutieren und auch für das Jahr 2001 das Überleben zu sichern. In dieser strengen Zeit traf man Brigitte K. stets an vorderster Front. Sie hat es verstanden die Frauen zu motivieren und sich auf Veränderungen einzulassen. Suche einer neuen Betriebsleitung. Brigitte veranlasst einen grossen Bericht über unser MüZe in der Zeitschrift „Wir Eltern“.
Brigitte wird ehrenamtliche Präsidentin. Die neuen Strukturen werden eingeführt. Zwei neue Betriebsleiterinnen werden gesucht und eingestellt. Ende Jahr wird entschieden, dass das JS im Auftrag der JUKO ein Familienzentrum im ehemaligen Gerichtsgebäude aufbauen will.
Projektgruppe Familienzentrum: Brigitte K. und ich erarbeiteten zusammen mit dem JS konkrete Vorstellungen aus. Wir informierten die Leiterinnen der MüZe-Angebote und gaben die Ergebnisse bekannt. Ziel, der generelle Leistungsauftrag mit der JUKO unterschreiben und somit die Übergabe an die Betriebsleitung in die Wege leiten. Es gab immer wieder Austritte und so auch Bewerbungsgespräche. Umzug planen. Mit allen MüZe-Angeboten, einer Kinderkrippe und der Mütterberatung werden wir im neuen Haus weiterfahren.
Umzug im Februar ins neue Haus. Einrichten – einleben - neue Dimensionen - unter dem Dach des Familienzentrums - Abschiednehmen von der Eigenständigkeit, von der Autonomie - Verpflichtungen gegenüber der JUKO realisieren. Realisieren, das das neue Haus vermehrt Frauen, Familien anzieht. Es kamen positive Rückmeldungen, dass die Räume heller und einladender seien... Das Haus ist klar öffentlicher geworden. Neue Lohnstruktur: Die Leiterinnen erhalten für Führungsstd. 15.-
Aufbau der Zusammenarbeit mit dem JS. Erstmals unterschreiben Brigitte Kubliund Barbara Maurer den Leistungsauftrag. Es kommen leichtere Zeiten für den Vorstand. Er kann sich „zurücklehnen“ und die Betriebsleitung arbeiten lassen. Garten- und Spielplatzgestaltung mit Hilfe einer Fachperson und Sponsorengeld, Einweihung im Herbst 04.
Leitbildüberarbeitung. Alle waren beteiligt. Mitarbeiterinnen, Leiterinnen, Betriebsleiterinnen und der Vorstand. Der Vorstand schrumpft. Aus fünf werden drei. Sie ziehen es durch. Es werden dringend motivierte neue VS-Frauen gesucht. Der Betrieb läuft, er entwickelt sich, er verändert sich. Es werden Angebote geschlossen. Es kommen neue Angebote ins Haus wie Deutschkurse und es kommen neue BesucherInnen dazu. Es finden auch MigrantInnen den Weg ins MüZe / Familienzentrum.
Mit einem Jubiläumsfest feiert das MüZe im September sein 10-jähriges Bestehen. Das Kindergrogramm am Nachmittag wurde von unzähligen Familien besucht und war ein Riesenerfolg. Es tauchten viele unbekannte Gesichter auf, die durch diesen Anlass das MüZe erst kenne lernten.
An der Generalversammlung im März wurde die langjährige Präsidentin Brigitte Kubli verabschiedet. Zudem verlässt Kathrin Willi, die Betriebsleiterin das MüZe. Es ist das Jahr des grossen Wechsels. Im Frühling wird unsere Homepage www.muez-affoltern-am-albis.ch aufgeschaltet. Schon im ersten Jahr wird sie fleissig besucht. Die Kursanmeldungen laufen vorwiegend über die Homepage.
Seit 2004 besteht mit der damaligen Jugendkommission des Bezirks Affoltern, heute Amt für Jugend- und Berufsberatung (ajb) eine Leistungsvereinbarung. In dieser wird festgelegt. welche Angebote das MüZe für den Bezirk Affoltern anbietet. In diesem Jahr wird die Leistungsvereinbarung mit standartisierten Elternbildungskursen wie zum Beispiel PEKiP (Prager-Eltern-Kind-Programm) erweitert.
Die standardisierten Elternbildungskurse wurden erstmals durchgeführt und fanden grossen Anklang. Sie bleiben weiterhin ein fester Bestandteil des Kursprogrammes.
Das Mütterezentrum organisierte erstmals eine Kinderhüeti für Kinder von Eltern, die Deutschkurse der Organisation AOZ im Familienzentrum besuchten. Im Sommer zog die MüZe-Ludothek ins Zwillikerhuus auf dem Bauspielplatz. Die frei gewordenen Räumlichkeiten im Familienzentrum werden fortan von der Mütterberatung genutzt, was der engeren Vernetzung von MüZe und MüBe zugute kommt.
An der GV im Frühling verliess Barbara Maurer als Betriebsleiterin und letzte Pionierin das MüZe. An ihrer Stelle startete Yvonne Rothenbach. Auch im Vorstand gab es einen grossen Wechsel. Nur zwei Vorstandsfrauen blieben weiter in der strategischen Führung des Mütterzentrums. Im Herbst verliess uns auch Katia Leyendecker. Sie war während drei Jahren Finanzverantwortliche im MüZe.
Durch den grossen Wechsel auf allen Ebenen blieb uns nicht viel Zeit für Neues. Trotzdem startete die Hüeti mit einem Betreuungsangebot für die beiden Sprachschulen von AOZ und machbar.
Zum 15-jährigen Jubiläum wurden grosse Ziele gesteckt. Es sollten über das Jahr verteilt 15 verschiedene Anlässe stattfinden. Im September fand das grosse Jubiläumsfest statt. An einem sonnigen Nachmittag wurde im Garten gespielt und gehüpft, dem Clown zugesehen oder der Geschichtenerzählerin in ihrem Wagen zugehört. Wem es draussen zu heiss wurde, konnte sich bei weiteren Spielen im Haus vergnügen. Am späten Nachmittag wurde die Geburtstagstorte serviert. Auf einen Tortengerüst standen über 50 Muffins. Es war ein herrlich süsser Anblick!
